unsere Häuser
ANREISE
LASTMINUTE,Preise,Angebote
Preise
Angebote, Preise u. Info's
FLASCHENPOST
Radler - Angebot
Fotoreise zum Töwerland 2017/18
Krimifestival 2017
Malworkshop im Herbst 2017
Juister ERNTEDANKFEST
3. Okt. und HERBSTFERIEN
Zugvogeltage 2017
Reformationstag / Allerheiligen 2017
NOVEMBERSTÜRME
Jahreswechsel 17/18 auf dem Töwerland
Winter-WE
"narrenfreies TÖWERLAND" 2018
Valentinstag 2018
OSTERN auf JUIST 2018
Juister Maizeit 2018
über  HIMMELFAHRT nach JUIST
Schreiben bewegt  2017/18
Reiserücktrittsversicherung
AUF TRAB - Aktivurlaub
GESUNDHEITsANGEBOTESeminare
YOGA - Seminare 2017 / 18
FASTEN-Juist.de
sind FERIEN? 2017
Online-Anfragen
Online-Buchen
wir stellen uns vor
juistness®-zentrum...
INSEL - INFO's
INSEL-Spaziergänge
juistness® - Blog
JUIST schauen
Juister Inselbahn
gewerb. Dauervermietung im Hotel u. Haus  WORCH
Landlust - FEWO- . Larrelt
Gästebuch
Kontakt/Impressum
webmaster/Fotograf
 

Juist          Reformationstag / Allerheiligen 2017


Reformationstag
Wegen des 500. Geburtstags der Reformation ist 2017
der Reformationstag bundesweit ein Feiertag
4 Tage Urlaub = 9 Tage frei.


"Allerheiligen" am Mittwoch, den 1.11. ist  Feiertag  in folgenden Bundesländern: Saarland, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg

ANREISE : FR 27. Oktober 15:45 Uhr ab Norddeich MOLE

ABREISE : SO 5. November  11:30 Uhr ab Inselhafen JUIST





Der Reformationstag,
das Reformationsfest oder der Gedenktag der Reformation wird von evangelischen Christen in Deutschland und Österreich am 31. Oktober im Gedenken an die Reformation der Kirche durch Martin Luther gefeiert.
Der Reformationstag

Der Reformationstag, welcher am 31. Oktober gefeiert wird, also einen Tag vor Allerheiligen zählt zu den Feiertagen der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde. Den Anfang setzte Martin Luther, als er am 31. Oktober 1517 seine Thesen an seine Lehrer verschickt hat, in welchen er die Praxis des Ablasshandels anprangerte und zur Behebung der Missstände aufrufen wollte und so in gewisser Weise die Reformation in Gang gesetzt hat, durch welche viele Menschen heute zur evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde gehören. Doch im eigentlichen Sinne wird der Reformationstag gefeiert, um die Legende aufrecht zu erhalten, dass Martin Luther seine 95 Thesen zum Ablass mit lauten und schallenden Hammerschlägen, welche durch ganz Europa hallten, an die Schlosskirche in Wittenberg dies ist zwar geschichtlich nicht definitiv gesichert, jedoch hatten die Thesen von Luther eine so starke Wirkung auf die Menschen, dass sie bis heute seine Taten nicht vergessen haben und deshalb auch den 31. Oktober feiern. Das Bild von Luther, wie er mit dem Hammer die Thesen an die Kirche schlug ging um die Welt und wurde zum Symbol der Reformation. So war es ein Schock für viele Menschen, als der katholische Lutherforscher Erwin Iserloh 1961 behauptete, der Thesenanschlag hätte so nicht stattgefunden, da Luther mit einer solchen Tat die Vorgesetzten der Kirche stark provoziert hätte und das läge nicht in der Natur Luthers, da dieser Missstände vermeiden und nicht hervorrufen wollte. Das wichtigste aber bleiben die Thesen Luthers, welche die Menschen überzeugt haben. Der Reformationstag zählt in vielen Bundesländern zwar nicht zu den staatlichen Feiertagen, jedoch finden in vielen Gemeinden Gottesdienste statt, welche die Gläubigen in Gedenken an Martin Luther zusammenbringen, um sich an die Motive Luthers und ihren eigenen christlichen Ursprung zu erinnern. Martin Luther, welcher ein Augustinermöch war, wollte die Kirche zur neu besinnen und sie so zu ihrem eigentlichen Ursprung zurückführen, nämlich zu der Botschaft des Neuen Testaments. Für Luther war es unbeschreiblich wichtig im Namen Gottes zu predigen und das Wort Gottes zu verbreiten und das in seiner Landessprache, doch die mittelalterliche Kirche unter der Leitung des Papstes wollte einer Reform nicht zustimmen und so kam es zunächst zu der Kirchenspaltung in römisch-katholiche und evangelisch-lutherische Kirche. Diese Spaltung lag nicht im Interesse Luthers, da es auch nicht im Interesse Gottes sein konnte, da Gott die Menschen in einer Gemeinschaft will und nicht als zwei gespaltene Mächte. Doch der Prozess ließ sich nicht mehr stoppen und so ernannte Johann Georg der Zweite 1667 den Tag des Thesenanschlages zum Reformationstag und legte ihn auf den 31. Oktober. Doch bevor es zu diesem Tag als dem offiziellen Reformationstag kam wurde der Thesenanschlag zuvor an Martin Luthers Geburtstag also dem 10. November und an seinem Todestag dem 18. Februar, sowie am 25. Juni, dem Tag der Übergabe der Confessio Augustana gefeiert.

weitere INFO's zu Martin Luther

Martin Luther wurde am 10. November 1483 als Sohn von Hans und Margarete Luder in Eisleben geboren. Als achtes von neun Kindern eines Mineneigners und Ratsherrn wuchs er in bescheidenem Wohlstand auf. Zwischen 1501 und 1505 absolvierte er in Erfurt an einer der wichtigsten mitteldeutschen Universitäten die akademische Grundausbildung und schloss das Studium mit „Magister Artium“ ab. Dem Wunsch des Vaters entsprechend nahm er das Jurastudium auf, das allerdings schon sehr bald durch ein Blitzereignis beendet wurde und Luthers Leben verändern sollte. Auf dem Rückweg vom Besuch bei den Eltern geriet der junge Student am 2. Juli 1505 bei Stotternheim nahe Erfurt in ein Gewitter. In Todesangst gelobte er, Mönch zu werden. Nur zwei Wochen später trat er dem Orden der Augustiner-Eremiten in Erfurt bei. Als Bruder Martin führte er ein strenges Mönchsleben. Er wurde 1507 zum Priester geweiht und begann schließlich das Theologiestudium aufzunehmen.  Seinen Doktortitel erwarb er 1512 in Wittenberg, wo er bis zu seinem Tod als Theologieprofessor wirkte.
95 Thesen wider den Missbrauch des Ablasses
Seit 1515 vertrieb der Dominikanermönch Johannes Tetzel im Auftrag des Kardinals Albrecht von Brandenburg den sogenannten Petersablass. Mit den Einnahmen sollte die Fertigstellung des Petersdomes in Rom finanziert werden. Als Seelsorger sowie akademischer Lehrer fühlte sich Luther zum Handeln verpflichtet und begann bereits früh, die Predigten und Geschäftspraktiken Tetzels zu kritisieren. Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte er seine berühmten 95 Thesen wider den Missbrauch des Ablasses. Der Tag symbolisiert bis heute den Beginn der Reformation. Die ursprünglich für eine akademische Auseinandersetzung verfassten Artikel verbreiteten sich durch den Buchdruck wie ein Lauffeuer in ganz Deutschland. Im Juni 1518 leitete die römisch-katholische Kirche gegen Martin Luther eine Voruntersuchung ein – Vorwurf: Ketzerei. Während er in Augsburg durch den päpstlichen Gesandten Kardinal Cajetan verhört wurde, weigerte sich Luther erstmals seine Schriften zu widerrufen. Bereits wenige Monate später zweifelte er bei einer Disputation an der Leipziger Universität öffentlich die Unfehlbarkeit des Papstes und der Konzile an. Seine Schriften, die sich rasch verbreiteten und womit er zahlreiche neue Anhänger gewann, zogen am 15. Juni 1520 die päpstliche Bannandrohungsbulle nach sich. Unter dem Jubel seiner Wittenberger Freunde verbrannte Martin Luther die Bulle öffentlichkeitswirksam. Daraufhin wurde er am 3. Januar 1521 exkommuniziert. Nachdem er im selben Jahr auf dem Wormser Reichstag auch dem deutschen Kaiser Karl V. den Widerruf seiner Schriften verweigerte, verhängte man die Reichsacht über Luther und seine Anhänger (Wormser Edikt).
Auf der Wartburg
Der sächsische Kurfürst Friedrich der Weise, der um das Leben Luthers fürchtete, ließ ihn zu seiner Sicherheit auf die Wartburg bei Eisenach entführen, wo Luther sich zehn Monate unter dem Namen „Junker Jörg“ versteckt hielt. Während dieser Zeit übertrug er das Neue Testament ins Deutsche. Diese Bibelübersetzung Luthers wurde zur Grundlage für die neuhochdeutsche Schriftsprache. Schon im März 1522 kehrte Luther nach Wittenberg zurück, um mit einer mehrtägigen Predigtreihe (Invokavitpredigten) die Unruhen und den Bildersturm in der Stadt zu beenden. Am 13. Juni 1525 heiratete Martin Luther die ehemalige Nonne Katharina von Bora. Mit den sechs eigenen Kindern, Verwandten, Angestellten und Studenten lebte das Ehepaar im ehemaligen Schwarzen Kloster in Wittenberg.
Bibelübersetzung als Hauptwerk Seine letzte Reise führte Martin Luther 1546 zurück in seine Geburtsstadt, um Erbstreitigkeiten der Mansfelder Grafen zu beenden. Am 18. Februar starb der Reformator in Eisleben und wurde drei Tage später in der Wittenberger Schlosskirche beigesetzt. Neben den Reformen im Kirchen-, Schul- und Sozialwesen gilt die Bibelübersetzung als Hauptwerk des deutschen Reformators. Die 1534 in Wittenberg gedruckte Gesamtdeutsche Bibel beeinflusste die Entwicklung der deutschen Sprache wie kein anderes Buch und diente als Anlass für die Übersetzung der Bibel in viele andere europäische Sprachen.  

Allerheiligen (lateinisch Festum Omnium Sanctorum) ist ein christliches Fest, zu dem aller Heiligen gedacht wird. Es wird in der Westkirche am 1. November begangen, in den orthodoxen Kirchen am ersten Sonntag nach Pfingsten.
Allerheiligen.
Ein christlicher Feier- und Gedenktag
Wer in einem überwiegend katholisch geprägten Bundesland lebt, verbindet mit dem ersten November zuallermindest eines: Freizeit - weil es sich um einen gesetzlichen Feiertag handelt. Im Westfälischen mögen viele außerdem an Europas größte Altstadtkirmes, die Soester Allerheiligenkirmes, denken. An den Sinn dieses Festes wird daher jährlich aufs Neue in Predigten erinnert, damit er nicht vollends in Vergessenheit gerät. Sicherlich verrät einem schon der Name, dass an diesem Tage aller Heiligen gedacht wird. Manchen mag das zu dem Trugschluss führen, es gehe hier lediglich um alle, die im Laufe der Zeit von kirchlichen Autoritäten heilig gesprochen wurden - doch diesen sind zumeist schon feststehende Gedenktage gewidmet. Zunächst ist zu klären, was das Wort "Heilig" eigentlich bedeutet. Da es in unserem Kulturkreis mit den Lehren des Judentums und des Christentums verbunden ist, lässt es sich nur anhand der Bibel definieren. Nach dieser ist das Heil jede bereits erfolgte oder noch zu erwartende Hilfe Gottes, die sich (im alttestamentlichen Sinne) nicht allein auf das Volk Israel beschränkt, sondern allen zuteil werden kann. Dabei wird das Heil auch immer wieder an das Befolgen der religiösen Gebote geknüpft. Das Neue Testament bezieht den Begriff auf das Wirken Jesu Christi, den Johannes so zitierte: "Niemand kommt zum Vater denn durch mich." Aus dieser Sichtweise lässt sich folgern, dass die Nähe zu Gott der zentrale Bestandteil des Heils ist. Heilige sind somit alle, die durch ihre Religiosität und ihre ethische Reinheit in besonderer Nähe zu Gott stehen beziehungsweise (zu Lebzeiten) standen. Da es keiner irdischen Instanz möglich ist, für jeden einzelnen Menschen festzulegen, ob er diesen Kriterien wirklich entsprochen hat, "unterstellt" die christliche Kirche jedem ihr angehörenden, heilig zu sein (wobei die letztgültige Entscheidung in dieser Frage natürlich bei Gott liegt). Das im dritten oder vierten Jahrhundert formulierte Apostolische Glaubensbekenntnis nennt die Kirche die "Gemeinschaft der Heiligen". Zu jener Zeit schickte das Christentum sich an, die antiken Religionen des Römischen Reiches zu ersetzen. Nachdem Kaiser Konstantin 313 sein Toleranzedikt erlassen hatte, konnte die trotz früherer Verfolgung bereits gut organisierte christliche Kirche schrittweise ihre Macht ausbauen. Und welche irdische Macht wäre größer als die Macht der Symbole? Ein Symbol der Größe Roms war das Pantheon. Es war, wie sein Name schon sagt, allen Göttern gewidmet. Diese garantierten schließlich nach altrömischem Glauben durch ihren Schutz den Bestand des Imperiums. Und so war es keine geringe Geste, als der oströmische Kaiser Phokas im Jahre 608 den Prachtbau dem Papst Bonifatius IV. und somit der Kirche schenkte. Im Jahr darauf weihte dieser das früher heidnische Heiligtum der Jungfrau Maria und allen Heiligen. Zudem ordnete er eine jährliche Gedenkfeier an, die zunächst am Freitag nach Ostern stattfinden sollte. Bereits zuvor wurde in den östlichen (großenteils den heutigen Orthodoxen Kirchen entsprechenden) Kirchen das Allerheiligenfest am Sonntag nach Pfingsten begangen, woran sich bis heute nichts geändert hat, da diese schon seit dem frühen Mittelalter organisatorisch weitgehend eigene Wege gingen. Als Papst Gregor III. in den Dreißiger Jahren des achten Jahrhunderts eine Kapelle in der Basilika St. Peter, also in einem originär christlichen Sakralbau, allen Heiligen widmete, legte er den Gedenktag auf den ersten November. Ausgehend vom westlichen Frankenreich breitete sich der neue Brauch über die gesamte Westkirche aus, und etwa hundert Jahre nach Gregor III. wurde das von jenem festgelegte Datum durch Papst Gregor IV. für verbindlich erklärt. Inzwischen ist Allerheiligen ein Hochfest der Römisch-Katholischen Kirche. Die protestantischen Kirchen begehen das Fest eher inoffiziell als einen Gedenktag, da sie keine Heiligenverehrung praktizieren. Und doch - wem wollte man es missgönnen, bei allem Gedenken und damit verbundenen Nachdenken über das eigene Leben auch die Vorzüge eines freien Tages auszukosten?


Allerseelen - Gedenken der Verstorbenen
Wo Allerheiligen ist, da ist Allerseelen nicht weit. Dieser Gedenktag fällt im Kalender stets auf den 02. November, und es handelt sich - zumindest in Deutschland - nicht um einen gesetzlichen Feiertag. Seine Einführung geht zurück auf ein Dekret des Benediktinerabtes Odilo von Cluny aus dem Jahre 998. Es war sein Wunsch, an diesem Tage aller Gestorbenen zu gedenken, insbesondere denen des vergangenen Jahres, aber speziell auch jener armen Seelen, die dem Glauben nach im Fegefeuer für ihre Sünden Höllenqualen zu erleiden haben. Ihr Los soll durch Fürbitte, die Gabe von Almosen und natürlich durch Gebete erleichtert werden, deren Kombination bewirken soll, dass die Toten an diesem Tage für kurze Zeit aus dem Fegefeuer zur Erde aufsteigen können und so temporäre Linderung erfahren. Während dieser Phase wandeln die Toten buchstäblich unter uns. Aber auch die Sterblichen sollen sich an Allerseelen, ebenso wie an den anderen Totengedenktagen Volkstrauertag und Totensonntag, ihrer Vergänglichkeit bewusst werden, denn wie heißt es in einem Hymnus der Benediktiner: "Tod und Vergehen waltet in allem, steht über Menschen, Pflanzen und Tieren, Sternbild und Zeit." Je nach regionaler Sitte und Temperament wird Allerseelen unterschiedlich begangen. Das Spektrum reicht dabei von stiller Einkehr bis hin zu Feiern mit fröhlicher Ausgelassenheit, umfasst aber auch bisweilen bizarre oder makaber anmutende Rituale, von denen sich einige, etwa in Bayern, bis in die heutige Zeit erhalten haben. Verbreitet ist beispielsweise die Speisung der armen Seelen. Zu deren Labung werden einfache Speisen auf dem Küchentisch bereitgestellt wie Milch zum Abkühlen der brennenden Kehlen, Brot oder auch Suppe. Schüsseln mit Öl dienen der Pflege von Brandwunden aus dem Höllenfeuer. Besonders interessant ist dabei die Tradition des Totenbrotes: Die Formen variieren von Dorf zu Dorf und können sowohl die Gestalt eines so genannten Allerseelenspitzes annehmen (Rautenförmig) wie auch die eines Knochens. Allein: Weil die Haustüren offen stehen und die Toten sich selten blicken lassen, kommen meist die lebendigeren Armen auf diese Art in den Genuss einer Mahlzeit. Bekannter ist das von den Katholiken verwendete Seelenlicht, welches traditionell an Allerseelen die Gräber schmückt und den ganzen Tag über brennen soll - als Symbol für das ewige Licht, das dem Verstorbenen leuchten soll. Weniger bekannt ist, dass dieses Licht früher im Allgäu aus einer ausgehöhlten Rübe oder einem Kürbis bestand. Zwar wurden diese inzwischen von den üblichen roten Grablichtern abgelöst, erleben jedoch in Form der Halloween-Kürbisse derzeit eine Renaissance - wenn auch mehr auf Feiern denn auf Friedhöfen. Allgemeine Zustimmung dürfte hingegen der Festtagsschmaus finden, denn Stille und Trauer schließen eine deftige Mahlzeit nicht aus - und so wird gern kräftig aufgetischt.

Martinstag
Wenn am Abend des 11. November - wie in jedem Jahr - wieder Kinder mit Laternen durch die Städte ziehen und dazu Lieder singen, so erinnern sie mit diesem Brauch an den Heiligen Martin von Tours, der am 11.11. im Jahre 397 beigesetzt wurde. Geboren als Heide, vermutlich um 316 im heutigen Ungarn als Sohn eines römischen Offiziers, weicht sein Werdegang doch signifikant von üblichen Lebensläufen jener Zeit ab. Kraft Gesetz zum Wehrdienst verpflichtet und durch Geburt Spross eines Soldaten, scheint es für ihn vorgezeichnetes Schicksal zu sein, sein Leben dem Kampfe zu widmen - und zunächst spricht alles dafür.   Zwar lässt er sich bereits im Alter von 10 Jahren in den Kreis der Taufanwärter aufnehmen, das sogenannte Katechumenat, meldet sich jedoch mit 15 Jahren auf Wunsch seines Vaters zur Reiterei. Er bringt es rasch bis zum Offizier und wird später nach Frankreich versetzt. Bereits damals zeichnet er sich durch asketische Lebensweise aus - er lebt bescheiden und spendet an die Armen, so viel ihm möglich ist. Eine Begebenheit im winterlich kalten Amiens drei Jahre später bewirkt dann einen Sinneswandel in ihm. Dort soll ihm am Stadttor ein Bettler begegnet sein, der außer ein paar Lumpen nichts auf dem Leibe trug und vor Kälte zitterte. Martin zerschneidet spontan seinen Mantel und gibt ihm die Hälfte, worauf ihm Christus in der folgenden Nacht im Traum erscheint, der zu seiner Engelsschar sagt: "Sehet, das ist der noch nicht getaufte Katechumen Martin. Er war es, der mir den Mantel geschenkt und die Liebestat vollbracht hat". Daraufhin lässt Martin sich taufen, scheidet aus dem Militärdienst aus und wird ein Schüler des Bischofs Hilarius von Portiers. Dort betätigt er sich als Exorzist und zieht sich zunächst aus der Öffentlichkeit zurück. Nach dem Tode Hilarius wünscht das Volk den allseits beliebten Mann zu seinem Nachfolger, Martin allerdings hält sich dessen für nicht würdig und will seine Abgeschiedenheit nicht verlassen. Der Legende zufolge versteckt er sich in einem Gänsestall, wird jedoch durch das Schnattern der aufgeregten Gänse verraten. Gegen seinen Willen bringt man ihn nach Tours und wählt ihn zum neuen Bischof. Daraufhin gründet Martin von den Stadtmauern ein Kloster und nutzt bis an sein Lebensende die ihm von Gott verliehene Gabe, Menschen zu bekehren und zu heilen. Sein Wirken ehren wir heute durch die Martinsumzüge und das Martinssingen im Anschluss daran. Die heute bekannte Martinsgans hat Ihren Ursprung wohl zum Teil in der Martinslegende, andererseits aber auch darin, dass St. Martin traditionell der Tag für die Ablieferung des Zehnten gewesen ist, also der Pacht - und diese konnte durchaus in Form einer Gans entrichtet werden. Und weil der 11. November den Beginn der 40-tägigen, vorweihnachtlichen Fastenzeit markiert, ist das auch der Grund, weshalb die neue Karnevalssession an diesem Tage ausgerufen wird: Einmal noch reichlich essen, fröhlich und ausgelassen sein!



Im Moment bereiten wir die Inhalte für diesen Bereich vor. Um Sie auf gewohntem Niveau informieren zu können, werden wir noch ein wenig Zeit benötigen. Bitte schauen Sie daher bei einem späteren Besuch noch einmal auf dieser Seite vorbei. Vielen Dank für Ihr Interesse!

  Top