ein kleiner (nicht!!! vollständiger) Abriss der Juister Geschichte.......
....Juist wurde 1398 erstmalig urkundlich erwähnt. Der Name der Insel stammt vermutlich vom Wort "güst" (= karg, unfruchtbar), was die Insel auch eine lange Zeit tatsächlich war. 1651 zerstörte die Petriflut Weide- und Ackerland sowie viele Häuser, selbst die älteste Dorflage war in Gefahr - zudem waren Kirche und Turm bedroht. Dieser Turm war 1657 so baufällig, dass das daneben stehende Pfarrhaus abgebrochen werden musste. Eine zweite kleine Kirchewurde 1660 südöstlich der ersten gebaut, eine Sturmflut zerstörte 1715 jedoch diese Kirche wieder. Daher wurde angeordnet, dass nun zwei kleine Kirchen gebaut werden sollten. 1779 zog die Kirche dann auf ihren heutigen Platz in der Dorfmitte um.
Im Frieden zu Tilsit im Jahr 1807 fiel Juist zum französischen Königreich Holland. Am 10.11.1811 kam französische Besatzung nach Juist - Holländer unter Führung von französischen Offizieren, die erst 1816 die Insel wieder verließen. 1866 wurde Juist nach der Zeit im Königreiche Hver wieder preußisch. 1894 wurde eine Landungsbrücke auf Juist wird einem 800 Meter langem Steg bis zum Dellert gebaut. Der erste Dampfer "Ostfriesland", der schon seit 1888 fuhr und ausgebootet wurde, legte an dieser Brücke an. Dieser Landungssteg wurde 1897 bis in das Dorf gebaut. Eine Pferdebahn transportierte die Fahrgäste ins Dorf. Zwei Jahre später fuhr die erste Benzollokomotive vom Ort bis zur Landungsbrücke - sie bekam den Namen "Riklef". Im Jahr 1900 wurden auf Juist 4.534 Besucher gezählt, davon 3.451 Kurgäste und 1.083 "Passanten".
Von 1911 bis 1914 wurde eine Schifffahrtslinie von Emden nach Juist eingerichtet. Im kalten Winter von 1917 verfügte die Insel erstmalig eine Verbindung zum Festland durch die Luft - das Luftschiff "Zeppelin 16? landete am Kalfamer. Durch Initiative von Otto Leege wurde zwischen 1926 und 1937 die Wasserbauverwaltung Norden westlich der Hammerbucht mit der Anpflanzung von mehr als 50.000 Bäumen vorangetrieben. Daraus entstand das heutige Naturschutzgebiet. Der nördliche Deich vor der Hammerbucht wurde von 1928 bis 1932 gebaut. Während der Bauzeit durchbrach eine Sturmflut den Wall, wodurch der Hammersee entstand.
Einer der kältesten und längsten Winter traf die Insel 1928/29. Juist musste durch Abwurf aus Flugzeugen versorgt werden, kleine Flugzeuge landeten am Nordstrand. Verschiedene Male wurde sogar der Marsch über das Eis gewagt. Das Watt war so fest zugefroren, dass Menschen in ihren Autos die Fahrt über das Eis nach Juist versuchten.
Im Mai 1949 wurde die neue Landungsbrücke eingeweiht und die Strandpromenade von der heutigen Strandhalle bis zum Rettungsweg verlängert. In Norddeich wurde 1968 ein Flugplatz angelegt. Damit hatten die Juister und ihre Gäste erstmalig eine echte Alternative zum stark tideabhängige Schiffsverkehr. Am 10.03.1982 fuhr die Inselbahn zum letzten Mal. Der Schiffsverkehr lief über die provisorische "Notversorgungsanlage" im neuen Hafen, zudem wurde das Hafenbetriebsgebäude errichtet. Schwere Dünenabbrüche an der Bill wurden durch mehrere Sturmfluten verursacht, des Weiteren wurde der Anleger abgebrochen.
1989 ergab eine Volkszählung, dass Juist statt der vermuteten 2.150 nur 1.500 Einwohner hat. Daraufhin wurde der Gemeinderat verkleinert, außerdem verringerte sich die Bedarfszuweisung aus öffentlichen Mitteln.Die aktuellste amtliche Einwohnerzahl für die Insel Juist lautet: 1772 Einwohner. Davon sind 786 männlich und 986 weiblich. (Stand: 31.12.2011)
Dieser Text wird bei Bedarf erweitert., weitere Juist – Info’s finden Sie auch auf
juist-aktuell.de
das Ostdorf um 1895 mit der Inselkirche von 1779
Im Giebel die Jahreszahl 1898. Vermutlich ist dies ein Foto aus dem Jahre der Entstehung des Hotels, mit Personal bzw. Bauleuten . --ac--
Blick in die westliche Friesenstr. mit Hotel Fresena 1904 , und dem darin befindlichem größten Kaufhaus am Platze. Fritz Henning , ein Freund des Fresena-Besitzers C.P. Freese, hatte mit dem gepachteten Geschäft seinen ersten großen Erfolg auf der Insel. --ac--
hier die Pano- rama- Gross- ansicht der Ecke Friesen- Strandstraße , dort gibt es sehr viel zusehen , der Rasier-Pavillion ( von der Brüsseler Weltausstellung)mit Reklame „Steckenpferd“ Lilienmilch-seife. ; Helle, weit ausladende Markisen schützen Jürjens Laden vor der grellen Mittagssonne . Rechts ein Emailleschild „ Igeha „ Chocolade Hauswald. Über Fischers Blumenladen „Schnittblumen" und „Südfrüchte" geht Blick nach Ost, über das heutige „Lütje Teehuus“ zur neugebauten kath. Kirche (1910/11). Hinter dem Haus Siebje, noch ein Geräteschuppen der Gemeinde . Als Wegebegrenzungen, vereinzelt, die weißgestrichenen, ausgehärteten Weisszementsäcke , die aus einer Über-flutung der Keller während des Baus des Hotel Friesenhof stammen. --ac--
Prospekt und Faltblatt ca. 1910 Herrlich voluminös formulierte Zeilen. eine extra- vagante Wortwahl im Werbe- text. Ew. Hochwohl- geboren.. stets Zugang zur reinen Seeluft.... kein Table d`hote... [gemein- same] Speisetafel im Hotel ..... Personal / Bedienstete an gesonderten Tischen ) .... Sonntags Weinzwang. Für Bedienstete die nicht mit den Herrschaften zu Tisch sitzen, 3,50 Mark . Um Ihr geneigtes Wohlwollen und um gütige Empfehlung im Verwandten - und Bekanntenkreisen bittend, zeichne mit vorzüglicher Hochachtung. --ac--
Detailierter Gebäudeplan des Hotel Fresena ( .Haus ersten Ranges .an vornehmster Lage im Mittepunkte des Norseebades Juist. und der Villa Fesena ( ..auf grossem freien Platze mit herrlicher Aussicht zu allen Seiten auf See und Dünen ) und ... alle Zimmer sind 3,50 hoch. Dreifache Decken mit 10cm Sandeinlage. Kein Durchhören. Elektrische Klingelanlage von allen Zimmern. --ac--
Ein wunderbares Kabinett - Foto der Familie CP. Freese. CP steht für Claas Peter, hier mit seiner Frau Gesine und den Kindern Peter, Ella, Mathilde, Marianne und dem kleinen Fritz. Auf-genommen, vor einer bemalten Leinwand, mit dem Strand-Motiv der ersten Giftbude und des Kurhauses. Auf-genommen vom Juister/ Emder Fotografen Walter Brunke. An-scheinend unter Tageslicht- bedingungen draussen. Etwas Gras zu ebener Erde und eine verräterische Stecknadel im Leinen lassen darauf schliessen. --ac--
Schöne Innenansicht des Hotel Fresena . Der Parkettsaal um 1926 --ac--
Strassen- zsene ca. 1930 . Der Fotograf stellte für diese Aufnahme die Personen genau an die vorgege-benen Stellen . Kurz innehalten.. nicht bewegen. Alles "im Kasten" ! Auffällig, schon damals gab es ein reichliches Angebot von Frisören in der Strandstrasse. Die Fläche des heutigen Rathauses hat noch Wildwuchs. Ein karges Blumenbeet, gesäumt vom Drahtschutz gegen Kaninchenfrass. Hier stand die Alte Pastorei......
Anscheinend hat der Lithograph die Lettern nicht richtig lesen können, oder die handschriftliche Übermittlung einer Bestellung führte zu dem Irrtum : Hotel P-resena als Karteninsert . --ac--
Strand-strasse 1935. Hotel Fresena mit imposantem Terrassen-geländer. Offerte an der Wand : Im Anstich ... Dortmunder Union , Haake Beck und Münchner Löwenbräu. Eisgekühlt. Fritz Henning war mit dem "Kaufhaus Henning" schon umgezogen in seine "Villa Pirola" . ........und .een maid neit mit kleedoosch. ...........–ac--
SW Ansicht aus den 60ern. Vorder-eingang in das Cafe mit der wunder-baren Eisdiele. Familie Freese stellte auch kleine Hand-Eiswagen im Dorf , z.B. am Schiffchen-teich bei der alten Waage . Rechts im Hintergrund das Hotel WORCH --ac--
Litho-Vorlage aus den 60ern. Hotel Fresena. Ein Haus mit einer grossen Geschichte. In den 1970ern noch einmal umfunk-tioniert als Ausweich-quatier der Juist Postfiliale, wg. Umbau-arbeiten am gegenüber liegenden POST - Gebäude. 1989 wurde das Haus abgebrochen und an seine Stelle kam ein funktioneller Appartementbau. -- Strandburg -- --ac--
Weitblick von der Hafen- mole zum alten Hotel Fährhaus in Norddeich. Ein Vergleich mit anderen Fotos lässt vermuten, dass diese seltene Aufnahme nach einigen baulichen Ver-änderungen am Hotelgebäude zwischen 1920 und 1935 entstand; danach erfolgte ein erneuter Umbau. Das helle Gebäude daneben ist nicht zu identifizieren. Rechts im Bild sind noch die Reste des ersten Schiffs-anlegers (Fährschlenge) zu erkennen.
Mitte der 1920iger Jahre : Abfahrt von Norddeich Mole zu den Inseln
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